Samstag, 2. Oktober 2021

Tag 6: Ljubljana bis Postojna

Ljubljana bis Postojna:

Wird's wärmer? Oder täuscht das nur? Der Tag begann mit 10 °C und leichter Bewölkung. Der Kaffee beim Frühstück war so grausig, dass ich auf Orangensaft umstieg. Und der war auch grausig. Das Brot war gut, und Müsli gab's auch. Sogar Rohkost und Obst war beim Frühstücksbuffet dabei. Der Tag war gerettet!

Ich fuhr diesmal erst um 8 Uhr 30 los. Ich hab ein bissl getrödelt, da ich dachte, die heutige Etappe ist kürzer, da muss ich nicht so früh losradeln. Der EuroVelo 9 war gleich ums Eck. Allerdings musste ich zuerst aus der Stadt raus. Dabei fuhr ich die Ljubljanica entlang und durch einen Teil der Innenstadt.




Kaum war ich aus Ljubljana draußen, war ich - oh Schreck - wieder auf dem Radweg neben der Hauptstraße. Örks ...


Aaaaah ein Radwegschild! Weg von der Straße und rüber auf die Piste. Der EuroVelo 9 hat sich nun von D1, danach D2 in den G10 verwandelt.



Bissi rumpelig, aber besser als neben LKWs und Autos auf einer stark befahrenen Straße zu fahren.

In Jezero, nach ca. 30 km Fahrt, kündigte sich der Berg des Tages an. Ich fuhr nicht mehr auf Feldwegen oder Rumpelpisten, sondern auf einer wenig befahrenen Asphaltstraße am Fuße eines bewaldeten Hügels entlang, bevor der Anstieg begann. Auffi auf den Berg war die Devise. Der Anstieg auf eine Höhe von 910 m war allerdings halb so wild. Zweimal war er von einem kurzen Flachstück unterbrochen, der maximale Steigungsgrad betrug 12 %, und die hatte es immer nur kurzzeitig. Ein paar Auf und Abs waren nach dem Erreichen der 910 m ebenfalls dabei. Landschaftlich war die Strecke sehr schön.
















Beim Bergabfahren suchte ich lange nach einer Möglichkeit, um Mittag zu essen. Die kleinen Dörfer haben zwar immer eine Kirche, aber ein Gasthaus findet man selten. Ich wurde aber schließlich doch fündig und gönnte mir Gnocchi mit 4 Sorten Käse. Sehr feudal und sehr gut!







Nach der Mittagspause in Cerknica schickte mich der EuroVelo 9 wieder auf die Piste. Ich fuhr in einen Wald, oder eigentlich in ein Naturschutzgebiet, auf teils grob schottrigem Weg mit Löchern, Furchen, bergauf und bergab. Rumpeldibumpel. Erstaunlicherweise nannte sich diese Piste Straße Nr. 914! Straßen mit einer gelben Nummerierung hatten bisher etwas anders ausgesehen. Das Naturschutzgebiet, durch das ich fuhr, nannte sich Rakov Skocjan. Google gab Auskunft:

Rakov Skocjan ist ein Tal und seit 1949 Naturreservat in Innerkrain nahe der slowenischen Stadt Cerknica. Der Bach Rak hat sich durch die Karstfelsen geschliffen und somit zwei natürliche Brücken geschaffen: die kleine und die große Naturbrücke, die etwa 2,5 km auseinander liegen. Diese zwei -brücken sind der Ein- und Ausgang einer Höhle, die zusammenstürzt ist. Am Ende verschwindet der Fluss in der Weberhöhle. Diese diente 1964 als Kulisse bei der Verfilmung von Winnetou 2. Teil.

Man lese und staune!






Nach etwa 10 km Piste ging die Nr. 914 wieder in eine Asphaltstraße namens Nr. 914 über. 150 Höhenmeter fehlten mir noch. Die konnte ich auf Asphalt fahren, bevor ich in Postojna war. Die Stadtgrenze erreichte ich um 16 Uhr 22 (doch später als ich erwartet hatte), das vorgebuchte Hotel um 16 Uhr 35. Mein Vorhaben, die Burg Predjama zu besuchen, verwarf ich, was ich sehr bedaure. Die Burg ist 10 km von Postojna entfernt. Dazu war es mir um 16 Uhr 35 schon zu spät, außerdem war meine heutige Etappe doch strapaziös. Einen Tag Pause in Postojna hätte ich gebraucht. Dann hätte ich mir die Grotte ebenfalls anschauen können. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Beides steht auf meiner ToDo-Liste.

Gesamtstrecke 75,81 km
Zeit in Bewegung 5 h 15'
Gesamtzeit 8 h 01'
Temperatur in der Früh 10 °C, tagsüber bis zu 19 °C
in der Früh leicht bewölkt, im Laufe des Tages zunehmend sonnig

Summe aller Steigungen: 973 m
Höhe Ljubljana: 289 m ü NHN
Höhe Postojna: 567 m ü NHN

1 Kommentar:

  1. Ahhh Predjama steht auf der todo List. Gut so. Die tagesetappe schaut auch sehr schön aus. Lgm

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