Der EuroVelo 9
Um von Österreich aus das Mittelmeer zu erreichen, hat man die Möglichkeit, dem EuroVelo 9 zu folgen. Der EuroVelo 9 (auch Baltisch-Adriatische Route genannt, ehemals bekannt als Bernsteinroute) ist ein europäischer Radfernweg, der über ca. 1900 Kilometer von Danzig (Polen) an der Ostsee nach Pula (Kroatien) an der Adria führt. Ab Wien verläuft der EuroVelo 9 durch Österreich, Slowenien, Italien und Kroatien. Von Wien bis Bad Radkersburg folgt die Route dem niederösterreichischen Thermenradweg. Danach geht es entlang der Mur und über Spielfeld nach Slowenien. In Slowenien durchquert man die Städte Maribor und Ljubljana und kann in Postojna die Adelsberger Grotte besuchen. Anschließend macht der EuroVelo 9 einen kurzen Abstecher durch Italien, um in Triest das Mittelmeer zu erreichen.
Triest ist der Ausgangspunkt der Parenzana.
Die Parenzana
Die Lokalbahn Triest–Parenzo (ital. Parenzana, slow./kroat. Porečanka, deutsch auch Parenzaner Bahn) war eine von 1902 bis 1935 betriebene, in 760 mm Spurweite ausgeführte Schmalspurbahn im heutigen Italien, Slowenien und Kroatien. Sie verlief von Triest über Koper/Capodistria, Izola/Isola, Portorož/Portorose sowie Buje/Buie bis Poreč/Parenzo und war im Endausbau geplant bis nach Kanfanar/Canfanaro. Heutige Nutzung der Trasse als Weg der Gesundheit und Freundschaft – ein multinationaler Radwanderweg.
Bereits in den späten 1880er Jahren bildete sich in Parenzo ein Comité für den Bau einer Eisenbahn Triest–Parenzo. Im Gesamtprojekt neben der von Triest nach Parenzo führenden schmalspurigen, als Dampftramway zu betreibenden Linie (119,6 km) die schmalspurige Strecke Parenzo–Canfanaro (34,6 km) sowie die normalspurige Schleppbahn Triest–Muggia–San Rocco (8,4 km) enthalten.
Ab dem 1. April 1902 wurde die Linie von den k.k. Staatsbahnen (kkStB) betrieben. Am Tag der Eröffnung war die Strecke von Triest bis Buje mit insgesamt sieben Stationen fertiggestellt (58,651 km), am 15. Dezember 1902 wurde die 63,552 km lange Reststrecke Buje–Parenzo mit weiteren sechs Stationen für den Gesamtverkehr übergeben.
Der alte Bahnhof Triest-St. Andrae (ital. Trieste-St. Andrea) war nur von 1902 bis 1906 Ausgangsbahnhof der Parenzana (Km 0,0). Am 23. Juli 1906 wurde der neue Staatsbahnhof Triest (bis heute gebräuchlicher Name Campo Marzio) in Betrieb genommen und gleichzeitig der alte Bahnhof St. Andrae aufgelassen. Die Strecke der Schmalspurbahn wurde bis zum neuen Staatsbahnhof verlängert und begann im km −0,792 (der 0-Punkt blieb unverändert). Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns (1918) übernahm die Italienische Staatsbahn (FS) den Betrieb, legte die Bahnstrecke aber mit dem 31. August 1935 still.
Während der Planung der Eisenbahnlinie hatte man vor, die Strecke noch über Kanfanar hinaus bis Rovinj zu verlängern. Im dortigen Areal des ehemaligen Vollspur-Bahnhofs gibt es noch Bauten, die in Stil und Proportionen stark den Bauten der Parenzana ähneln.
Ein Charakteristikum war die ausgesprochen steigungsreiche Streckenführung, welche lange Schleifenbildungen zur Höhengewinnung und demgemäß wenig attraktive Reisezeiten mit sich brachte. Vorrangige Aufgabe war also offensichtlich der Gütertransport.
WANN?
geplanter Start ist am 27. September 2021
geplanter Start ist am 27. September 2021
DIE ROUTE:
Wien-Triest
Parenzana
Kartenmaterial gibt es zum EuroVelo 9 für Österreich und Teile von Slowenien, zur Parenzana fand ich im Internet viele Informationen. Nur die ersten 50 km der Parenzana sind asphaltiert, danach geht es auf unbefestigten Wegen, teils Schotterpisten weiter. Ausgeschildert ist der gesamte Verlauf, Tracks sind ebenfalls im Internet zu finden. Man kann sich also nicht wirklich verfahren :-)
Ich nehme das TERN TOUR, mit dem ich bei meiner Tour an den Atlantik gefahren bin. Das Rad hat sich als pistentauglich erwiesen. Gepäck muss ich auf alle Fälle einsparen!
