Dienstag, 28. September 2021

Tag 2: Mönichkirchen am Wechsel bis Fehring

Mönichkirchen am Wechsel bis Fehring:

Was für ein Traumtag! Sonne vom Start bis zum Etappenziel. Und das bei angenehmen Temperaturen!

Um 8 Uhr 07 fuhr ich los - gleich einmal bergab. Vorerst! Blauer Himmel, ein paar weiße Wölkchen, Sonnenschein, 11 °C. Immerhin war ich auf 960 m Höhe. Da darf es in der Früh frisch sein.

Wenn man glaubt, dass man den Wechsel nur bergab fährt, irrt man sich. Die steirische Seite des Wechselgebiets ist ziemlich hügelig. Kein Wunder. Hier ist man in der Buckligen Welt.

Die Bucklige Welt ist ein Hügelland am Alpenostrand. Die Höhe beträgt zwischen 375 und 900 m ü.A. Ihren Namen erhielt die Bucklige Welt von ebendiesen zahlreichen Hügeln, die von der einheimischen Bevölkerung "Buckln" genannt werden. Durch ihre Topografie ist diese Landschaft auch als "Land der 1000 Hügel" bekannt.

Im Südwesten wird die Bucklige Welt vom Wechselmassiv und im Westen vom Semmering-Gebiet begrenzt. Gegen Norden fällt sie zum Wiener Becken ab, wohin sie auch über die Pitten entwässert, die ich gestern entlang gefahren bin. Im Nordosten bildet das Rosaliengebirge die Grenze zum Wulkabecken als Teil des Neusiedler Seebeckens, östlich liegen die Ödenburger Berge als Ostspitze des Nordsporns der Ostalpen, südlich davon läuft die Bucklige Welt gegen Oberpullendorf in die mittelburgenländische Bucht aus. Im Süden liegen das Günser Gebirge und das Südburgenländische Hügel-/Riedelland, im Südwesten das Joglland. Ein bissl lustig finde ich es immer, Hügel im Burgenland als Berge zu bezeichnen. Aber vielleicht werden damit die Hügel ein wenig interessanter oder imposanter :-)

Der Thermenradweg verläuft hier teilweise auf der alten Wechselbundesstraße und teilweise auf Güterwegen, teilweise auch auf eigens angelegten Radwegen. Bis Hartberg kannte ich die Strecke schon.




















Bei Thalberg fuhr ich an einer Burg vorbei. Google gab mir Auskunft:

Die Burg Thalberg ist ein hervorragendes Beispiel des hochmittelalterlichen Burgenbaues in der Steiermark und wohl die besterhaltene romanische Wehranlage des Landes. Sie befindet sich oberhalb der Lafnitz im Gemeindegebiet von Dechantskirchen, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Die Burg dürfte als landesfürstliches Lehen in den Jahren 1171 bis 1180 im Zuge der Grenzbefestigungsmaßnahmen gegen Ungarn durch Leopold von Erlach erbaut worden sein Erstmals urkundlich erwähnt wird Thalberg 1209 mit Leopolds Söhnen Erhard und Heinrich von Krumbach. 1346 fällt sie an Ulrich den Tursen. Im 15. Jahrhundert sind die Neuberg und die Herren von Rottal die Besitzer der Burg. Letztere ließen wesentliche Umgestaltungen und Erweiterungen durchführen. Von 1523 bis 1557 gehörte Thalberg den Dietrichssteinern. Sie vergrößerten die Herrschaft auf Kosten des Vorauer und Pöller Stiftsbesitzes. Das zur Burg gehörende Landgericht reichte bis zur niederösterreichischen Grenze am Wechsel.

Leider (!!!) war die Burg heute geschlossen. Geöffnet ist sie nur an den Wochenenden. Schade!



Ab Hartberg betrat oder besser gesagt befuhr ich Neuland. Ich fuhr durch Waldabschnitte - asphaltiert genauso wie grob schotterig. Landschaftlich richtig schön.




Teils ging es auch durch Wiesen und Weiden und durch kleine Dörfer. Zwischen Fürstenfeld und Fehring hatte ich noch zwei kurze Anstiege mit bis zu 14 % Steigungsgrad, damit ich nicht aus der Übung komme.




Fehring erreichte ich um 16 Uhr 20, mein Hotel um 16 Uhr 45.

Gesamtstrecke 106,81 km
Zeit in Bewegung 6 h 18'
Gesamtzeit 8 h 41'
Temperatur in der Früh 11 °C, tagsüber bis zu 24 °C
herrlich sonnig den ganzen Tag

Summe aller Steigungen: 1.065 m (die Buckln waren's)
Höhe Mönichkirchen: 955 m ü NHN
Höhe Fehring: 323 m ü NHN


Und jetzt muss ich ein bissl Werbung für mein Hotel machen. Das ist ja sooooo schön! Und dabei gar nicht so arg teuer: 66,50 für ein Einzelzimmer. Es liegt mitten im Grünen (etwas außerhalb von Fehring), ist ruhig und sehr komfortabel.







1 Kommentar:

  1. On the road again ....die Gegend da unten ist ein Traum. Burg schaut sehr interessant aus. Lgm

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